Zentangle Anleitung zum Entspannen

Zentangle Anleitung

Hast du schonmal von dem Begriff Zentangle gehört? In erster Linie hat es zwar nichts mit Sketchnotes zutun, ist aber durchaus interessant und kreativ.

Wenn dir Sketchnotes Spaß machen, solltest du einen Blick auf diese kleine Zentangle-Anleitung werfen.

Was ist Zentangle

Zentangle® ist eine Komposition aus den Wörtern Zen und Tangle und eine Zeichentechnik, die sich zwei amerikanische Künstler ausgedacht haben und dann als Marke registrieren ließen.

Tangle, heißt ins Deutsche übersetzt in etwa „Wirrwarr“ oder „Verschlingung“ und kann auch eine Tätigkeit beschreiben, wie „sich verheddern“ oder „schlingern“.

Das genaue Gegenstück ist das japanische „Zen“, das eine Form der Versunkenheit beschreibt, in der sich der Geist sammelt und in einer mystischen Erfahrung mit seiner Außenwelt verschmilzt, zu der keinerlei Grenzen mehr bestehen.

Wie Zentangle entstanden ist

In genau dieser entschwebten Verfassung traf Rick Roberts seine Freundin Maria Thomas in ihrem Atelier an – absolut versunken in ihre künstlerische Arbeit. Sie zeichnete Blumenmuster als Hintergrund eines mit goldenen Lettern versehenen Umschlags und beschrieb Rick später den zeit- und mühelosen Zustand, in dem sie sich befunden hatte, als er hinzukam.

Rick und Maria dachten gemeinsam darüber nach, was genau das unglaublich schöne Gefühl und die Entspannung ausgelöst haben könnte. Vielleicht, dass die sich wiederholenden Muster so viel einfacher zu zeichnen waren, als die präzisen Buchstabenformen?

Sehnten sich nicht viele Menschen danach, kreativ zu sein und dachten gleichzeitig, ihnen würde dazu das Talent oder eine Ausbildung fehlen?

Vielleicht wäre es möglich, eine Methode entwickeln, die es allen Menschen möglich machen würde, selbst so ein großartiges Gefühl künstlerischer Entrückung erleben könnten?

Dazu entwickelten die beiden dann die Zentangle®-Methode und lehrten sie begeisterten Schülern weltweit, von denen 3000 in allen Ländern der Erde als zertifizierte Zentangle® Lehrer (CZT®) unterrichten.

Auf zentangle.com erzählen sie ihre Geschichte und präsentieren in acht Schritten ihre Methode.

Anleitung: Zentangle in 8 Schritten

Ich fasse dir die Methode von Rick und Maria hier kurz zusammen und zeige dir, wie du ein einfaches Zentangle erstellen kannst.

Probiere es einfach mal aus und überzeuge dich selbst davon, wie viel Spaß du haben wirst und wie sehr es dich entspannt!

1. Entspannen und zur Ruhe kommen

Finde eine bequeme Ausgangsposition, in der du entspannen und durchatmen kannst. Betrachte das leere Papier und mache dir bewusst, wie wunderbar es ist, dass du nun etwas Schönes schaffen kannst.

Schritt 1

2. Eckpunkte

Rick und Maria verwenden Papier, das im Format einem Bierdeckel gleicht. Prinzipiell kannst Du aber natürlich jedes Papier verwenden. Auf deinem Blatt zeichnest du dann vier Eckpunkte ein, die du zu einem Quadrat verbinden kannst.

Schritt 2

3. Grenze

Du verbindest die vier Punkte mit einer Linie, die gerade oder kurvig sein kann, um das Quadrat sichtbar zu machen. Damit hast du dir selber einen Rahmen und eine Grenze gegeben.

Schritt 3

4. Strings

Innerhalb der durch den Rahmen gegebenen Grenze zeichnest du Linien, also „Strings“, mit denen du die Kachel des Bilds unterteilst. Diese „Strings“ können Linien beliebiger Form sein: Kurven, gerade Linien, Linien, die zum Rahmen zurückkehren oder auch Linien, die das Quadrat durchziehen.

Schritt 4

5. Tangles

Die „Tangles“, die sich durch das Bild ziehen wie choreografische Spuren sind Sequenzen aus einfachen Strichen, die ein Muster bilden. Denk nicht darüber nach, was sich ergibt oder wie es am Ende aussehen wird. Vertraue einfach darauf, dass du dich wie in einem Jungle zur nächsten Liane hangeln wirst, wenn es an der Zeit ist. Du kannst das Bild jederzeit drehen, während du daran malst.

Schritt 5

6. Schattierungen

Du fügst Grautöne (zum Beispiel mit einem Bleistift) hinzu, um den Kontrast zu erhöhen und dem Bild mehr Dimension zu verleihen.

Schritt 6

7. Signatur

Dein eigenes Werk kannst Du stolz mit deiner Signatur oder deinen Initialen versehen und auf der Rückseite noch das Datum vermerken.

8. Bewundere Dein Zentangle

Betrachte dein Bild aus der Distanz und drehe es in alle Richtungen. Sei stolz auf das, was du soeben geschaffen hast! Und freue dich darüber, dass du für einige Minuten völlig versunken warst und nicht an den Alltag gedacht hast. Super entspannend, oder?

Zentangle als Aufwärm-Übung

Das Zentangeln eignet sich nicht nur zur Entspannung. Es ist eine wunderbare Aufwärmübung, die du vor dem Malen, Zeichnen oder eben Sketchnoten ausführen kannst. So kommst du zur Ruhe, gewöhnst dich an den Stift und bist innerhalb weniger Minuten bereit, richtig anzufangen.

Mehr über Zentangle und dessen Herkunft findest du auch auf zentangle-vorlagen.de.

Und, worauf wartest du noch? Probiere es aus und erstelle dein erstes Zentangle!

2 Kommentare

  1. Schön geschrieben, die Idee kommt mir aber bekannt vor, …werde in Deinen Rubriken nun auch mal stöbern und mal sehen was ich gut finde!

  2. Nettes „Step by Step“ ! Ich habe zuletzt öfter davon gehört und wollte es mal ausprobieren da ich auch ganz gerne vor mich hinkritzel. Wirklich irgendwie entspannend! Für mich besser als Meditieren oder so. lG

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