Sketchnotes Menschen schnell und einfach visualisieren

Wenn es um das Zeichnen von Menschen und Figuren geht, schrecken viele Einsteiger zurück. Die Hürde, seine Sketchnotes um echte Menschen zu ergänzen, scheint sehr hoch.

Dabei gibt es gerade im Bereich des Sketchnotings geniale Tricks, um Menschen schnell und einfach zu visualisieren. Und dazu muss man definitiv kein Künstler sein!

Wenn du lernen möchtest, mit einfachsten Mitteln ausdrucksstarte Sketchnotes Menschen zu entwickeln, ist diese Anleitung perfekt für dich geeignet!

Warum du Menschen nutzen solltest

Auf keinen Fall solltest du, aus Angst oder Scham, einfach auf Menschen in deinen Sketchnotes verzichten. Wenngleich nicht jede Sketchnote zwingend Figuren braucht, so können sie doch sehr viel Charakter in deine Sketchnotes bringen.

  • Menschen erzeugen Emotionen
  • Sie machen Aktionen, Bewegungsabläufe und Handlungen sichtbar
  • Wir können uns in andere Menschen hineinversetzen (Empathie)
  • Menschen helfen bei der Visualisierung von „schwierigen“ Begriffen

Wie du siehst, bietet der Einsatz von Figuren und Menschen große Vorteile für dich.

Und das beste daran ist: Um diese Vorteile nutzen zu können, müssen deine Figuren nicht perfekt aussehen!

Es geht, wie fast immer beim Sketchnoting, um die Idee hinter deiner Zeichnung. Dazu müssen die Menschen weder anatomisch (völlig) korrekt sein, noch wie die Skizzen eines Comic Autors aussehen.

Und wie du jetzt, auf einfachste Art und Weise, Sketchnotes Menschen entwirfst, schauen wir uns im nächsten Abschnitt zusammen an.

Die einfachsten Figuren

Im Grund müssen deine Figuren nur so komplex sein wie nötig und dürfen so einfach sein, wie möglich.

Benötigst du für deine Aussage also lediglich eine oder mehrere Figuren, die ansonsten keine Aktionen ausführen, bedienst du dich an einer besonders simplen Variante:

Drei einfache Figuren

Ein Kreis und zwei Bögen (auf Basis des visuellen Alphabets) reichen hier für die Darstellung.

Auf diese Art und Weise kannst du jetzt schon mehr darstellen, als du vielleicht vermutest. Wie wäre es mit einem Team, einer Diskussion oder einer ganzen Menschenmenge?

Beispiele für Menschen

Indem du die Anzahl und die Formen variierst, sowie ergänzende Symbole nutzt, stellst du mit einfachsten Mitteln ganz unterschiedliche Situationen dar. Genial, oder!?

Jetzt haben wir zwar eine simple Methode, Menschen zu Erschaffen, aber so richtig dynamisch sind sie leider nicht.

Okay, Arme können wir unseren Figuren noch geben. Mit einem Gelenk (oder zwei Gelenken, wenn wir die Schultern berücksichtigen) und einer Hand sind damit durchaus einige einfache Handlungen möglich:

Figuren mit Armen

Und auch Gesichter kannst du an dieser Stelle super ergänzen, um deinen Figuren noch mehr Charakter zu verleihen. Gesichtsausdrücke lassen sich ebenfalls mit wenigen Strichen zeichnen.

Figuren mit Gesichtern

Wie du Gesichter und Emotionen Schritt für Schritt zeichnest, erfährst du zum Beispiel in meinem Sketchnotes Online Kurs.

Menschen und Figuren in Aktion

Soll der gesamte Körper in Bewegung kommen, brauchen wir auch etwas komplexere Figuren. Keine Angst, auch hier wollen wir keine Modezeichnungen erstellen.

Was wir brauchen, sind vor allem Arme und Beine mit Gelenken. Gelenke erlauben uns, unterschiedliche Posen einzunehmen und aktiv zu werden.

Auch hier gibt es, wie immer, verschiedene Herangehensweisen. Ich möchte dir zeigen, wie du Sketchnotes Figuren auf Basis eines Rechtsecks zeichnest.

Soll heißen: Wenn du ein Rechteck zeichnen kannst, dann gelingen dir auch Menschen!

Rechteck-Menschen

Die Basis bildet, wie zu erwarten, ein schmales Rechteck. Es steht für den Oberkörper unserer Figur. Ein Rechteck ist deshalb so praktisch, weil es dir direkt die Schulter- und die Hüftgelenke liefert.

Du brauchst also nur noch den Kopf, die Arme und die Beine ergänzen.

Rechteck Figuren

Hierbei macht es Sinn, sich grob an anatomische Grundlagen (Körperproportionen) zu halten:

  • Die Beine sind etwa so lang wie der komplette Oberkörper
  • Der Kopf passt ca. sieben bis acht mal in die komplette Figur
  • Die Arme sind etwas länger als der Oberkörper (mit Fingern ca. bis zur Mitte des Oberschenkels)
  • Oberarm und Unterarm (ohne Hand) sind gleich lang
  • Oberschenkel und Unterschenkel sind gleich lang

Okay, das klang jetzt vielleicht komplizierter, als es ist. Visualisiert sieht das Ganze so aus:

Anatomie von Sketchnotes Menschen

Du musst diese Proportionen nicht exakt treffen! In der Regel funktionieren deine Sketchnotes Menschen auch, wenn diese Proportionen nur ganz grob stimmen.

Es ist aber immer hilfreich, einen Maßstab zu haben, an dem du dich orientieren kannst. So gelingen dir auch ganz eigene Posen!

Möchtest du jetzt einen Menschen in Aktion zeigen, überlegst du dir, in welcher Form der Oberkörper bzw. die Wirbelsäule verläuft. Dementsprechend biegst du auch dein Rechteck und erhältst die Basis für unterschiedliche Posen.

Indem du den Kopf, die Arme und Beine und ggf. zusätzliche Details ergänzt entstehen die unterschiedlichen Aktionen und Situationen.

Sketchnotes Menschen Posen

Übrigens: Möchtest du einen Körper von der Seite zeigen, zeichnest du das Rechteck einfach etwas schmaler.

Menschen in Sketchnotes

Ob du einfache Figuren zeichnest oder komplexe Posen nutzt hängt, wie bereits gesagt, vor allem davon ab, was du ausdrücken möchtest.

Gleichzeitig solltest du aber innerhalb deiner Sketchnotes eine gewisse Konsistenz gewährleisten. Entscheidest du dich für eine Art von Figuren, macht es Sinn den Stil beizubehalten. So erkennt der Betrachter sofort, dass es sich um Menschen in unterschiedlichen Situationen handelt.

Rein optisch führt dies zu einer besseren Erfassbarkeit deiner Sketchnotes.

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