Handlettering

Das Handlettering ist häufig Bestandteil vom Sketchnoting. Es bezeichnet die Erstellung schöner, ausgefallener Schriftzüge.

Ich möchte dem Handlettering an dieser Stelle noch etwas mehr Aufmerksamkeit widmen, da es eine ganz eigene Kunstform ist. Es lässt sich am ehesten mit „Schönschrift“ übersetzen und ist praktisch ein Ableger der Kalligrafie (Die Kunst des „Schönschreibens“ von Hand).

Grundsätzlich geht es beim Handlettering darum per Hand Schriftzüge zu erstellen, die nach mehr aussehen als eine typische Handschrift. Dazu eignen sich zum Beispiel einzelne Wörter, Zitate oder Sprüche.

Handlettering Beispiel

Wozu Handlettering

Vielleicht fragst du dich, warum man in Zeiten von Grafikprogrammen und Computer-Schriftarten noch per Hand Schriftzüge erstellen sollte. Darauf gibt es gleich mehrere Antworten.

Zum einen ist das Handlettering auf Papier nicht mit der Arbeit am PC zu vergleichen. Kein Strich sieht aus wie der andere und jeder Schriftzug wirkt am Ende individueller und spannender.

Gleichzeitig ist das Handlettering eine Herausforderung für deine Geduld und deine ruhige Hand. Da du deine Striche nicht einfach rückgängig machen kannst, konzentrierst du dich viel mehr auf die Erstellung deiner Schriftzüge. Dieser Fokus ist beinahe meditativ und hilft beim Abschalten und Entspannen.

Außerdem ist das Handlettering eine Kunstform, mit der du aus der Masse herausstechen kannst. Speziell im asiatischen Raum hat das Handlettering bzw. die Kalligrafie nach wie vor einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft.

Text oder Bild

Beim Handlettering steht meist nicht die Lesbarkeit der Schrift im Vordergrund, sondern vor allem die künstlerische Ausgestaltung der Buchstaben.

Daher betrachtet man ein ausgefallenes Handlettering eher als Gesamtkunstwerk. Es wirkt wie ein Bild und hat nicht mehr die Ansprüche wie ein leserlicher Fließtext. Je nach Anwendungsfall (Sketchnotes, Grußkarten, Einladungen) sollten deine Handletterings natürlich trotzdem von dem Empfänger lesbar sein.

Tulips Lettering

Feder, Stifte und Pinsel

Früher hat man meist Feder und Tinte oder einen Pinsel für das Handlettering verwendet. Auch heute ist das natürlich noch möglich und die Erfahrung mit Feder und Tinte zu schreiben ist etwas Besonderes.

Allerdings sind sowohl Feder und Tinte, als auch ein Pinsel häufig unpraktisch, wenn du Zwischendurch etwas schreiben möchtest oder deine Sketchnotes mit Handletterings erweiterst. Dafür gibt es heutzutage Stifte, die aus einer pinselähnlichen Spitze bestehen und mit einem Farbtank ausgestattet sind.

Durch die weiche Spitze kannst du feine und dicke Linien schreiben und der Farbtank sorgt für einen durchgehenden Fluss an Farbe. Damit sind solche Stifte perfekt für den Einstieg in das Handlettering.

Handlettering lernen

Möchtest du speziell dem Handlettering noch mehr Aufmerksamkeit widmen und es auch abseits das Sketchnotings lernen, empfehle ich dir einen Blick auf meine Webseite handletteringlernen.de zu werfen.

Dort erkläre ich dir das Handlettering Schritt für Schritt und du findest hilfreiche Vorlagen zum selbst downloaden und ausdrucken.