Graphic Recording – Endlich richtig definiert

Ein weiterer Begriff, der häufig mit Sketchnotes und Co. vermischt wird, ist das Graphic Recording.

In diesem Artikel erfährst du was das Graphic Recording wirklich ist und wie es sich zu den anderen Disziplinen rund um das Sketchnoting abgrenzt.

Wie immer bietet sich für eine messerscharfe Definition eine Übersetzung der englischen Begriffen an:

  • Graphic = grafisch, visuell, bildlich
  • Recording = Aufnahme, Mitschnitt, Protokoll

„Graphic Recording“ bedeutet direkt übersetzt also „grafisches Protokoll“.

Der erste Begriff, also der „grafische Teil“, ist relativ eindeutig. Wir bewegen uns weiterhin in der Welt der visuellen Kommunikation und Texte werden mit Hilfe von Grafiken verstärkt. Die Inhalte werden einfach erfassbar gemacht und verständlich aufbereitet.

Die wichtigste Information steckt im zweiten Teil, dem „Recording“. Ein Protokoll, Mitschnitt oder auch eine Aufnahme ist in der Regel etwas Passives gegenüber dem Inhalt. Außerdem findet es in Echtzeit statt.

Dementsprechend geht es beim Graphic Recording im Kern darum, Inhalte live zu visualisieren, aber nicht aktiv am Prozess teilzunehmen.

Im Gegensatz dazu steht der Begriff „Visual Facilitation„, bei dem die grafische Verarbeitung und die Prozess-Moderation in einer Person zusammenkommen.

Die zwei Schichten des Graphic Recordings

Die verantwortliche Person für das Graphic Recording hat vor allem zwei große Aufgaben live zu bewältigen:

  1. Aktives Zuhören und filtern von Informationen, um Kernaussagen festhalten und Metaebenen bilden zu können.
  2. Die Informationen schnell und effektiv durch Text-Bild-Kombinationen (Sketchnotes) visualisieren.
Zwei Schichten des Graphic Recordings

Durch die Visualisierung bleibt die inhaltliche Entwicklung für alle Teilnehmer ständig sichtbar. Dies wiederum führt zu einer gesteigerten Gruppenintelligenz und besseren Ergebnissen.

Graphic Recording in der Praxis

In der Praxis werden für Graphic Recordings meist großformatige Flächen verwendet. Meterlange Flipcharts oder sogar Leinwände sorgen dafür, dass jeder den visualisierten Prozess nachverfolgen kann.

Die notwendigen Fähigkeiten, großflächig zu Visualisieren, unterscheiden sich dabei vom kleinformartigen Sketchnoten. Neben dem Ziehen von sicheren Linien aus dem (Unter-) Arm ist auch ein besonderes Gefühl für Raumaufteilung, Positionierung und Lesbarkeit nötig.

Heutzutage wird das Graphic Recording auch immer häufiger digital (zum Beispiel mit einem Tablet) ausgeführt. Dabei lässt sich das entstehende Protokoll mit einem Beamer ebenso großflächig zeigen, wie auf einer analogen Leinwand.

Weitere Bezeichnungen

Weitere, ebenfalls zutreffende Bezeichnungen für das Graphic Recording sind „Visual Recording“ oder auch „Scribing“.

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